Zurück aus Mauritius – und rein ins Wintergrau

🎧 „Hör dir die Story an“
Das Kapitel Mauritius ist zu Ende. Und plötzlich stehe ich wieder hier in Deutschland – genau zur schlechtesten Zeit.
Winter. Kalt. Grau. Regen. 🌧️
Und mit jedem Tropfen sinkt die Stimmung ein Stück tiefer.
Es läuft gerade nichts. Keine Arbeit. Das Geld ist kanpp. Die Motivation hat sich irgendwo versteckt.
Mein Blog? Seit Wochen still.
Am Anfang war da noch Energie, Ideen, Bewegungsdrang. Jetzt sitze ich rum, schaue Videos 🎮, zocke weiter, schreibe zwischendurch Bewerbungen. Der Rest des Tages fühlt sich an wie ein einziges großes:
„Ich will einfach nur liegen.“ 🛏️
Gleichzeitig schreit ein anderer Teil in mir:
„Mir ist langweilig! Ich will raus! Ich will irgendwas machen! Ich hab tausend Ideen!“
Und trotzdem bewegt sich nichts. Alles bleibt im Kopf stecken wie eingefrorene Äste im Winterwald. 🌲❄️
Heute bin ich über eine Methode gestolpert, die genau dieses Chaos beschreibt.
Sie heißt:
🌬️ 3–2–1 Framework
Und als ich den Namen das erste Mal gehört habe, dachte ich nur:
„Toll. Noch eine Methode. Genau das brauche ich jetzt… nicht.“
Ich hatte keine Kraft für große Pläne.
Keine Lust auf Selbstoptimierung.
Und ganz sicher nicht den Kopf für irgendwelche komplizierten Strategien.
Aber dann habe ich gemerkt, dass 3–2–1 überhaupt nicht so ist.
Es ist kein strenger Plan.
Kein „Reiß dich zusammen“.
Kein Druck.
3–2–1 ist ein Framework.
Und das klingt zuerst hochgestochen — ich weiß.
Aber eigentlich ist es etwas unglaublich Simples:
⭐ Was ist ein Framework? (endlich verständlich)
Ein Framework ist einfach eine kleine Struktur,
die dich festhält, wenn dein Kopf abrutscht.
So wie:
- eine Leitplanke am Straßenrand 🚧
- eine Mini-Anleitung, wenn dein Kopf blockiert 📘
- eine erste Treppenstufe, wenn alles zu hoch wirkt 🪜
- ein Fahrplan, wenn du nicht weißt, wo du aussteigen sollst 🚉
Ein Framework gibt dir eine klare Reihenfolge.
Keine großen Fragen.
Nur:
„Mach erst DAS.
Dann DAS.
Dann DAS.“
Und plötzlich fühlt sich alles ein bisschen weniger bedrohlich an.
⭐ Und genau das macht 3–2–1 mit mir.
Es gibt mir eine winzige, warme Struktur,
wenn ich feststecke.
Keine To-do-Listen.
Keine Ziele.
Nur eine kleine Abfolge,
die ich selbst an richtig miesen Tagen schaffe.
So funktioniert sie:
⭐ 3–2–1 – einfach erklärt
1️⃣ – Eine Sache
Ich frage mich:
„Was ist heute das EINE Ding, das zählt?“
Nicht fünf Dinge.
Nicht alles.
Nur eins.
Ein Startpunkt, mehr nicht.
2️⃣ – Zwei Wege
Dann frage ich mich:
„Wie geht’s mir gerade?“
Und es gibt nur zwei mögliche Richtungen:
- Stabilität 💙 – wenn mein Kopf zu voll, zu laut oder zu schwer ist
- Bewegung 💚 – wenn ich festhänge und nicht ins Tun komme
Diese zwei Wege reichen völlig.
Mehr Entscheidung brauche ich an solchen Tagen nicht.
3️⃣ – Drei kleine Schritte
Und dann mache ich drei winzige Dinge.
Wirklich winzig.
Zum Beispiel:
- kurz aufstehen
- Socken in den Wäschekorb werfen 🧦
- den Tisch ein bisschen freiräumen
Und plötzlich ist da ein kleines Ergebnis.
Das Zimmer sieht besser aus.
Ich habe etwas geschafft.
Es fühlt sich leicht an.
Greifbar.
Ein kleiner Sieg — aber echt.
⭐ Warum das so gut funktioniert
Weil mein Gehirn Strukturen liebt.
Reihenfolgen beruhigen.
Kleine Erfolge geben sofort Dopamin.
Und in Momenten, in denen alles zu viel ist,
brauche ich keine Motivation.
Ich brauche nur:
eine Richtung,
und drei kleine Schritte.
Und genau das ist 3–2–1.
Es ist kein Konzept zum „Besserwerden“.
Es ist ein Weg, um nicht unterzugehen.
Ein kleines Geländer.
Ein Anstoß, der sagt:
„Du musst nicht alles schaffen.
Geh einfach diesen einen Schritt.“
Und genau das hat mir gefehlt.

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